Doppelte Sicherung bei Tierschutzhunden
Tierschutzhunde haben oft traumatische Erfahrungen, schlechte Sozialisation oder wenig Kontakt zu Menschen hinter sich. Neue Situationen können schnell Stress, Angst oder Fluchtverhalten auslösen. Ein entlaufener Hund ist nur schwer wiederzufinden – doppelte Sicherung kann hier Leben retten.
Doppelte Sicherung ist kein Misstrauen, sondern Fürsorge. Sie schützt deinen Hund, dich und andere, hilft Tierschutzhunden, Vertrauen aufzubauen, und ermöglicht ihnen ein entspanntes, angstfreies Leben. Wer konsequent auf doppelte Sicherung achtet, legt den Grundstein für eine stabile Bindung und sichere Spaziergänge.
Warum doppelte Sicherung wichtig ist
Die doppelte Sicherung schützt deinen Hund, wenn eine Sicherung versagt. Gerade in den ersten Wochen nach Ankunft, beim Ortswechsel oder in unbekannter Umgebung können ängstliche Hunde panisch reagieren.
Ein unsicherer Hund sollte niemals nur am Halsband geführt werden. Auch ein hochwertiges Geschirr kann verrutschen – und dann steht der Hund plötzlich auf sich gestellt.
So funktioniert die doppelte Sicherung
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Primäre Sicherung: Ein gut sitzendes, ausbruchsicheres Sicherheitsgeschirr. Eng anliegend, aber bequem, Gurte korrekt eingestellt.
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Sekundäre Sicherung: Eine zusätzliche Leine am Halsband, idealerweise ein Zugstopp-Halsband.
Tipp: Beide Leinen getrennt führen, z. B. Geschirr an der Hand, zweite Leine am Bauchgurt. So bleibt dein Hund selbst bei einem Ausrutscher gesichert.
Weitere Sicherheitsmaßnahmen
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Leinenpflicht: Auch im eigenen Garten, wenn er nicht komplett ausbruchssicher ist.
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Flexileinen vermeiden: Sie erhöhen das Risiko, die Kontrolle zu verlieren.
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Besondere Situationen: Abholung, Tierarzt, Urlaub oder Umzug – hier ist doppelte Sicherung Pflicht.
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Mikrochip & Registrierung: Immer gechippt und bei Tasso registriert.
Merksatz: Zwei Leinen, zwei Befestigungen – ein sicherer Spaziergang.
